veröffentlicht am 18. Februar 2019

Bezug: SZ-Ausgabe vom 5. 2.: Prämienverbilligung – Kanton hält kritische Grenze ein

Der Zeitungsartikel ist sachlich geschrieben. Es fehlen in ihm aber sehr wichtige Informationen. Ross und Reiter werden nicht genannt. Wer wandelte auf «Luzerner Sparrillen»? Wer versuchte, die relevante Einkommensgrenze abzusenken? Wer beabsichtigte, auf Kosten der Leute mit kleinen Einkommen zu sparen? Da gab es doch Akteure. Es waren die bürgerlichen Parteien. Sie haben Namen und bekannte Kürzel wie SVP, FDP, CVP, GLP. Alle bürgerlichen Parteien wollten den Leuten mit kleinem Einkommen ans Portemonnaie. Ganz nach dem Leitspruch: Wer nicht genug hat, ist gewohnt zu sparen und soll daher noch mehr. Das Solothurner Stimmvolk hat vor knapp vier Jahren dieses unsoziale Ansinnen verhindert. Einfach so? Da war doch noch was. Ach ja, die Sozialdemokraten haben etwas getan. Unterschriften gesammelt, ein Referendum zustande gebracht, dem Solothurner Volk die Möglichkeit über die Vorlage abzustimmen ermöglicht und aufgeklärt. Alles mit Erfolg. Nur wenn diese Tatsachen auch erwähnt werden, ist der Zeitungsartikel vollständig und wahrheitsgetreu. Übrigens genau die gleichen Akteure haben einen erneuten Beutezug eingeleitet. Sein Name ist (Unternehmens-) Steuersenkung/Tiefsteuerstrategie. Profitieren sollen Konzerne und Unternehmer. Bezahlen müssen wir natürlichen Personen mit Lohnausweis. Wer kämpft dagegen? Einmal mehr die SP. Es ist nicht verboten, etwas zu merken.

PIO COLOMBO, LUTERBACH

18. Feb 2019