Am vergangenen 14. Dezember 2018 (just an meinem 64. Geburtstag) habe ich mich bei meiner Heimatsektion Gerlafingen um eine erneute Nomination als Ständeratskandidat der SP beworben. Am 16. Januar 2019 hat mich meine Sektion erfreulicherweise zuhanden der Bezirks- und Kantonalpartei nominiert. Ich freue mich über die Nomination in Gerlafingen (Seite 11) und hoffe, auch von der Bezirks- und Kantonalpartei nominiert zu werden.

Meine Freude und meine Hoffnung beruhen auf drei Punkten:

  1. Ich habe einerseits immer noch viel Lust auf Politik. Ich halte nichts von lustlosen Politikerinnen und Politikern. Wer nicht Freude an der Politik hat, kann keine gute Politik machen. Ich kann mir andererseits sehr wohl ein Leben ohne politisches Mandat vorstellen. Mir ist nie langweilig, wenn es langweilig ist. 
    Ich musste also abwägen zwischen einem durchaus verlockenden geruhsamen Leben mit viel Zeit für mich und einem weiterhin gelegentlich hektischen, zeitaufwändigen und spannenden Engagement für unsere gemeinsame Sache. Ich habe das lange und intensiv überlegt und mich am Schluss mit Überzeugung für das zweite entschieden.
    Ich bin nach wie vor von der Mitarbeit im Ständerat überzeugt. Die durchaus harte, aber immer respektvolle und konstruktive politische Auseinandersetzung in den Kommissionen und im Rat motiviert und erfüllt mich immer noch. Die Suche nach ausgewogenen Lösungen und der Verzicht auf billigen medialen Spektakel entsprechen meinem Politikverständnis. Dass bei aller Ernsthaftigkeit auch Freude und Humor ihren Platz haben, passt mir ganz besonders. Da möchte ich sehr gerne weiter mitarbeiten können.
  2. Der Ständerat hat sich in letzter Zeit vom stockkonservativen bis reaktionären Altherrenclub zum sozialen und ökologischen Gewissen des Parlamentes gewandelt. Das hat ganz entscheidend mit der starken Vertretung der SP im Ständerat zu tun. In der laufenden Legislatur ist die SP mit zwölf Mitgliedern so stark wie nie in der Geschichte des Bundesstaates im Ständerat vertreten. So hat der Ständerat insbesondere in der laufenden Legislatur soziale und ökologische Kahlschläge des Nationalrates verhindern oder zumindest korrigieren können. Es ist deshalb für die Zukunft unseres Landes von zentraler Bedeutung, dass die SP auch weiterhin kraftvoll im Ständerat mittun kann. Mindestens die Hälfte der aktuellen SP-Vertretung im Ständerat hat den Verzicht auf eine erneute Kandidatur erklärt. Jede Vakanz erhöht das Risiko eines Mandatsverlustes. Mit einer erneuten Kandidatur möchte ich mithelfen, die starke Vertretung der SP im Ständerat zu verteidigen
  3. Meine ungebrochene Lust an der Politik und die Einsicht in die Notwendigkeit einer starken SP-Vertretung im Ständerat sind gut und recht. Es sind bloss notwendige, aber nicht ausreichende Voraussetzungen für eine erneute Kandidatur. Zusätzlich und ganz entscheidend braucht es noch die gemeinsame Überzeugung, dass eine allfällige erneute Kandidatur Aussicht auf Erfolg hat. Ich habe deshalb im Vorfeld meines persönlichen Entscheides unzählige Gespräche geführt. Dabei bin ich von fast allen Seiten zu einer erneuten Kandidatur ermuntert worden. Die Reaktionen auf meine seinerzeitige Ankündigung, mich erneut um eine Kandidatur zu bewerben fielen ebenfalls sehr positiv aus. Das alles macht mich für eine erneute Kandidatur heiss! Ich bin hoch motiviert und sehr zuversichtlich.

Ich bitte Euch deshalb um Eure Unterstützung und freue mich auf einen engagierten Wahlkampf!

Merci vüu mou für Eure Mithilfe!

Roberto Zanetti, Ständerat

31. Jan 2019