Die Steuervorlage unseres Kantons wird das Ergebnis des Staates um 90 Millionen Franken verschlechtern. Der Zustrom von neuen potenten Unternehmen soll dieses Loch später stopfen? Dies funktionierte aber schon in den Kantonen Luzern und Waadt nicht! Regierungs- und Kantonsrat mutmassen, hoffen oder streuen uns Sand in die Augen (je nach Absender). Sie drohen mit dem Verlust von Arbeitsplätzen. Die weitaus meisten unserer Arbeitsplätze sind und bleiben aber standortgebunden. Von vielen Möglichkeiten, wie sich die Lage entwickeln könnte, wird eine Variante vorgeschlagen und ausgemalt, die den Verfechtern der Ideologie der tiefen Steuern gefällt. Aber genau diese fallen sowieso weich. Sie verkraften doch mit links alles, was der Mehrheit der natürlichen Steuerzahler Schmerzen bereitet. Otto Normalverbraucher ist der Lackierte. Entweder steht er für das Loch in der Kasse gerade, indem er mehr Steuern bezahlt oder indem er sich mit minderen Leistungen des Kantons im Bildungs-, Sozial-, Kultur- und Infrastruktursektor begnügt. Wer uns dieses bittere Mahl offeriert, ist offensichtlich davon nicht betroffen. Ich wünsche mir einen kräftigen schlanken Staat, nicht einen magersüchtigen, von Steueroptimierern abhängigen. Deswegen stimme ich Nein zur kantonalen Steuervorlage. 

URS STRAUMANN, LOSTORF 

 

25. Apr 2019