Der öffentliche Verkehr ist eine Verbundaufgabe zwischen Kantonen und Bund. Der Kanton muss seine Verantwortung in Planung und Koordination und Finanzierung wahrnehmen. Der kantonale Umweltschutz soll mehr sein als nur der Vollzug von Bundesgesetzen. Die SP fordert weiterhin wirksames Handeln und die Zusammenarbeit der Umwelt- und Naturschutzbehörden mit Industrie und Wirtschaft. Die Raumplanung muss konsequent als Instrument zur Wahrung der Lebensqualität eingesetzt werden

Öffentlichen Verkehr ausbauen 

Das flächendeckende und tageszeit-unabhängige Angebot im öV ist eine Kernaufgabe des Kantons Solothurn. Die Vorteile der überregionalen Verbesserungen durch die fahrplanmässige Umsetzung von "Bahn 2000" müssen durch Verbesserungen im Regionalverkehr ergänzt werden. Durch eine qualitative Attraktivierung und einen gezielten Ausbau fördert der Kanton, als Besteller von öV-Leistungen, die Verlagerung des Verkehrs von der Strasse auf das Netz des öV. Dabei wird das bestehende solothurnische Strassennetz soweit entlastet, dass Kapazitätsengpässe entschärft werden können. Durch diese Massnahmen kann der Standortvorteil einer guten Verkehrslage des Kantons beibehalten werden.  Zudem wird damit ein wichtiger Beitrag an die Sicherheit sowie an die Gesundheit der gesamten Bevölkerung geleistet.
Neue Infrastrukturbauten für den Individualverkehr können vom Kanton nur realisiert werden, wenn deren Finanzierung und die flankierenden Massnahmen gesichert und geregelt sind.

Umwelt schützen 

Der Kanton muss in Bezug auf den Umweltschutz eine einheitliche Praxis schaffen und setzt die bestehenden Verordnungen und Gesetze konsequent um. Dadurch können direkt und indirekt neue Arbeitsplätze geschaffen und Arbeitsplätze in kleinen und mittleren Unternehmen erhalten werden. In Zusammenarbeit mit den anderen Kantonen werden Verbesserungen der Luftqualität weiter vorangetrieben. 
Land im Besitz der öffentlichen Hand muss naturnah bewirtschaftet werden. Kantonale wie kommunale Unterhaltsdienste haben nach ökologischen Kriterien zu handeln. Um dies zu unterstützen, wird weiter an der Umsetzung der „Agenda 21“ gearbeitet.
Die Zukunft der solothurnischen Landwirtschaft liegt im biologischen Landbau. Der Kanton geht bei seinen Aufgaben und Bestrebungen für die Landwirtschaft in diese Richtung.

Haushälterischer Umgang mit dem Boden  

Die Raumplanung trägt dazu bei die Zersiedelung der Landschaft einzuschränken, schützenswerte Landschaften zu erhalten und 12 bis 15% ökologische Ausgleichsflächen in allen Gemeinden zu schaffen. Bauliches Wachstum soll in erster Linie durch Verdichtung in der Bau- und Industriezone erfolgen. Industriezonen sollen regional geplant werden, indem die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit auch in diesem Bereich gefördert wird. Die Nutzung von bestehenden Industriebrachen wird unterstützt.

06. Nov 2014