Neue Unternehmen sollen angesiedelt, bestehende Unternehmen aktiv betreut und alternative Technologien gefördert werden. Der Kanton Solothurn braucht eine aktive Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik, die weit über konjunkturpolitische Feuerwehrübungen hinausgeht und somit die nachhaltige wirtschaftliche Stabilität sichert. Das vorhandene Potential muss konsequent gefördert und Innovationen müssen belohnt werden.

Lehrstellen schaffen  
Kanton und Sozialpartner tragen gemeinsam die Verantwortung für eine qualitativ hochwertige und zukunftsgerichtete Berufsbildung. Betriebe, die Ausbildungsplätze anbieten oder zusätzliche schaffen, sind in ihren Bestrebungen zu unterstützen. Das Lehrstellenmarketing ist weiter zu führen und zu verstärken. Der Papierkram für Lehrbetriebe ist zu minimieren. 

Menschen mit Behinderung im Arbeitsmarkt fördern 
Kanton und Sozialpartner tragen gemeinsam die Verantwortung für die Eingliederung von Menschen mit einer Behinderung. Betreibe, die Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen anbieten, sind zu unterstützen.

Potenziale nutzen, Standortfaktoren verbessern 
Die positiven Standortfaktoren müssen gestärkt werden. Bestehende Arbeitsplätze müssen erhalten werden. Der Wirtschaftstandort Solothurn hat seine eindeutigen Stärken, wie jüngste Standortentscheide (Puma Schweiz, Ypsomed, Stratec) belegen. Diese sind mit einem gezielten Standortmarketing hervorzuheben und aktiv zu kommunizieren. Neue innovative Unternehmen sollen innerhalb bestehender Netzwerke (Wirtschaftsförderung, Gründerzentrum, Innovationsberatungsstelle) gezielt gefördert werden. Dazu zählen beispielsweise spezifische Chancenkapital-Angebote sowie die Förderung von Unternehmerzentren mit gemeinsamer Infrastruktur. 
Der Ausbau von familienexternen Kinderbetreuungsmöglichkeiten muss weiter vorangetrieben werden. Die Umsetzung von alternativen Arbeitszeitmodellen wie Lebensarbeitszeit, Job Sharing und Teilzeitarbeit auch in den Chefetagen muss konsequent vorangetrieben werden.

Innovationen und neue Technologien fördern 
Markfähige Innovationen von (Fach-)Hochschulen und Privaten sind mittels Anreizen und Hilfestellungen (z.B. Patentanmeldungen, Gründerzentren, Coaching) zu kommerzialisieren. Dabei muss insbesondere die Beratung und Schulung im Bereich neuer KMUs sichergestellt werden. Die Investition finanzieller Mittel in junge innovative Firmen ist steuerlich zu begünstigen. Zur Stärkung von Gewerbe und mittelständischen Industriebetrieben sind neue Energietechnologien zu fördern

Administrative Hürden abbauen 
Die Anmeldung von Selbständigerwerbenden sowie die Bewilligungsverfahren nehmen zum Teil viel Zeit in Anspruch. Der administrative Aufwand soll ohne Beeinträchtigung der sozialen und ökologischen Standards entbürokratisiert und vereinfacht werden. Der Kanton fördert zu diesem Zweck die Entwicklung von branchenspezifischen Computerprogrammen für Handwerks- und Gewerbebetriebe und der elektronische Schalter (Guichet virtuel) für vereinfachte administrative Prozesse.

Schwarzarbeit konsequent bekämpfen 
Durch Schwarzarbeit entgehen dem Staat wichtige Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge. Zusammen mit den Sozialpartnern soll Schwarzarbeit wirksam bekämpft werden. Fehlbare Arbeitgeber müssen empfindlich sanktioniert werden. 

Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt integrieren 
Langzeitarbeitslose sollen, wenn immer möglich, wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Eine verstärkte Koordination der Arbeitslosenbetreuung, der IV-Stelle und der Sozialdienste hilft rechtzeitig zu reagieren und die notwendigen Massnahmen einzuleiten.

06. Nov 2014